News zum autonomen Fahren {KW13/2019}

Im Wettlauf zum autonomen Fahren werden Milliarden investiert. Wann sich das auszahlt, ist ungewiss.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den vermeintlichen Rückstand deutscher Hersteller im Rennen um das autonome Fahrzeug gegenüber der jungen Konkurrenz aus den USA. Als Gradmesser dienen der SZ einmal mehr die mittlerweile recht berühmten „Disengagement“-Reports der kalifornischen Straßenverkehrsbehörde, die diese jährlich veröffentlicht. Die Berichte zeigen, wie viele Meilen die Fahrzeuge des jeweiligen Unternehmens fahren konnten, ohne dass ein Testfahrer eingreifen musste, etwa, um eine gefährliche Situation zu entschärfen. Sie sind vor allem deshalb so beliebt, weil sie Auskunft geben zu Perfomance-Indikatoren in einer Branche, die durch hohe Geheimhaltung und extreme Konkurrenz auffällt. Gleichwohl haben die Reports eine Reihe von Probleme: Sie sind unwissenschaftlich, es gibt keine standardisierten, herstellerübergreifenden Tests zum „Disengagement“, sie „belohnen“ gewissermaßen eine sehr konservative Programmierung (sehr viele Meilen ohne Disengagement sind also nicht gleichbedeutend mit einer besonders fortschrittlichen Technik) und geben eben nur Auskunft über die Testbilanz in Kalifornien (Ford etwa testet nur in Michigan und Pennsylvania; Arizona, wo extrem viel getestet wird, ist nicht abgebildet etc.).


The fallout from the first autonomous car fatality continues to swirl a year later, as the once high-flying technology faces a „trough of disillusionment.“

Wir haben bereits hier ausführlich den Uber-Unfall analysiert, bei dem die die US-Amerikanerin Elaine Herzberg tödlich verunglückte. Ed Niedermeyer vom Online-Magazin The Drive resümiert rund ein Jahr nach dem tragischen Ereignis zehn Lektionen, die es in der Retrospektive zu lernen gilt. Unbedingt lesenswert.


Bei ihren zuletzt ins Stocken geratenen Verhandlungen über eine Allianz bei Robo-Taxis voran.

Ford und Volkswagen treiben ihre Allianz bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge voran. Vehikel der Kooperation ist das in Pittsburgh ansässige AV-Startup Argo AI, in das Ford bis zu einer Milliarde US-Dollar investieren will. Volkswagen ist zuletzt auch durch Kooperationserklärungen für Cloud-Dienste mit Amazon und Microsoft in den Schlagzeilen gewesen und treibt die Digitalisierung des Unternehmens voran.