News zum autonomen Fahren {KW11/2019}

Fully autonomous vehicles will take at least another five years to perfect, with…

Der Vorstandschef von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Thomas Sedran, hat am Rande des Genfer Auto-Salons mit der Nachrichtenagentur Reuters über die Zukunft des autonomen Fahrens gesprochen. Sedran gibt sich skeptisch, was einen schnellen Erfolg der Fahrzeuge angeht. Der Automobilmanager glaubt, dass es noch mindestens fünf Jahre dauern werde, bis die Technik ausgereift sei. Aufgrund der Komplexität und der Kosten will Sedran aktuell auch noch keinen tauglichen „business case“ für die Technik erkennen. So kosteten Sensoren, Prozessoren und Software für Level-3-Fahrzeuge aktuell rund 50.000 Euro. Insbesondere die Lidar-Technologie ist immens teuer und Sedran glaubt, dass die Technik erst dann Erfolg haben wird, wenn die Kosten auf 6.000-7.000 Euro für die Sensoren sinken. Mit Tesla verzichtet einer der wenigen Unternehmen im AV-Bereich gleichwohl auf die Lidar-Technologie. Der Volkswagen-Manager vergleicht die Herausforderung, Level-5-Fahrzeuge zu entwickeln, mit der einer bemannten Mars-Mission: „Level 5 will never happen globally. You need latest-generation mobile infrastructure everywhere, as well as high-definition digital maps that are constantly updated. And you still need near-perfect road markings.“ Der Skeptizismus und die Vorsicht Sedrans sind insofern bemerkenswert, als Volkswagen aktuell eine große Image-Kampagne fährt, in der sich der Konzern selbst mit seinem „IQ.Drive“ auf dem „Weg zum autonomen Fahren“ sieht.


Die Konsolidierungswelle beim autonomen Fahren rollt weiter. Die Technik ist extrem komplex, geeignete Softwareentwickler sind weltweit ein knappes Gut. Da macht es wenig Sinn, alleine ein unausgereiftes Süppchen zu kochen. Jetzt haben Daimler und BMW erklärt zukünftig zusammen arbeiten zu wollen, wenn es um das autonome Fahren geht. „Insellösungen“ versprächen keinen Erfolg. Die Konkurrenz aus dem Silicon Valley ist stark und auch Volkswagen-CEO Herbert Diess erklärte unlängst, auf Software entfielen zukünftig 90 Prozent aller Innovationen im Auto. Daimler und BMW sprechen von einer langfristigen Zusammenarbeit: Die Entwicklungskosten für das autonome Fahren wolle man sich zukünftig teilen.


Die Süddeutsche Zeitung berichtet über das vernetzte Auto als lukrativen Zukunftsmarkt. Von den technischen Bedingungen, die zur Nutzung verschiedener Services gegeben sein müssen, bis zu den Vermarktungsmöglichkeiten für die riesige Menge an Daten, die schon heute in teilautomatisierten Fahrzeugen anfallen.