SAE-levels revisited: Wann fährt das Auto autonom?

Die Society of Autonomotive Engineers (SAE) hat sich offensichtlich die vielfach geäußerte Kritik an ihrer Typologie zu den unterschiedlichen Stufen automatisierten Fahrens zu Herzen genommen: Mit Pressemitteilung vom 11. Dezember 2018 stellt die SAE eine neue Graphik zu ihren “Levels of Driving Automation” (Standard J3016) vor.

Die SAE setzt damit an drei Kritikpunkten an und die neue Graphik verdeutlicht dies:

  1. Sie zeigt klarer auf, in welchen Stufen der menschliche Fahrer wie eingebunden ist und welche Pflichten er hat („What does the human in the driver’s seat have to do?“).
  2. Sie skizziert Beispielanwendungen für die einzelnen Stufen – so wird auch deutlicher, dass die Automatisierungsfunktion in den niedrigen Stufen meist auf einen eng begrenzten und entsprechend definierten use case beschränkt bleibt (z.B. Level 3: „traffic jam chauffeur“). Außerhalb dieser vom Hersteller zu definierenden Szenarien ist wieder der Mensch vollumfänglich gefordert.
  3. Sie verzichtet auf die unscharfe Benennung der einzelnen Levels (Teilautomatisierung, bedingte Automatisierung etc.).

Die SAE-Levels sind der internationale Benchmark, was die Qualifizierung moderner Fahrzeuge mit Automatisierungsfunktionen angeht. Wir denken, dass die SAE mit der neuen Graphik dazu beitragen wird, die Debatte über die Fähigkeiten hochautomatisierter Autos zu bereichern. Sie ist besser dazu geeignet, auch Laien einen einfachen Überblick über die Typologie zu geben und erlaubt durch die Beispielgebung, schnell Verbindungen zu den aktuellen Modellen zahlreicher Fahrzeughersteller zu ziehen.